Die DCO, oder: Warum digital ?

Die Lochkamera, allgemein bekannt als "Camera Obscura" (lat. für dunkle Kammer), ist ein dunkler Hohlraum, in den durch ein kleines Loch Licht einfallen kann. Auf der dem Loch gegenüberliegenden Seite entsteht ein spiegelverkehrtes, auf dem Kopf stehendes Abbild der großen weiten Welt. Während dieser Bildraum früher auf lichtempfindliche Materialien wie Fotopapier oder Film gebannt wurde, transportiert die
Digitale Camera Obscura (DCO) die analogen Helligkeitswerte in den Datenraum der digitalen Verarbeitung. Es trifft sich die ursprüngliche Magie einer Kamera Obscura aus den Anfangszeiten der Fotografie mit der Magie der modernen, virtuellen Zeit – Es entsteht somit die Möglichkeit die ungewöhnliche Sicht einer Camera Obscura direkt mit anderen zu teilen – im Netz, auf Papier, in der Projektion - wo auch immer...

Wie funktioniert das ganze?

Kurzeinführung: In der DCO ist an der gegenüber dem Loch liegenden Innenseite (an der Stelle, an der sich bei analogen Cameras Obscuras das Photopapier befindet) ein "lichtempfindlicher Chip" implantiert. Dieser stammt aus einer handelsüblichen Digitalkamera und w
andelt die Lichtwerte in digitale Werte um. Oftmals befindet sich Staub oder Dreck auf diesem Chip, der dann in vergrößerter Form auf dem Endresultat (Beispielbild) auftaucht, was wiederum das Besondere und einzigartige bei den Bildern ist - keins ist wie ein zweites! Ein USB-Kabel verbindet als Schnittstelle die Platine, auf der auch der lichtempfindliche Chip sitzt, mit einem Rechner. Auf diesem errechnet eine Software aus dem Datenstrom der eintreffenden Lichtwerten ein Bild. Ursprüngliche Probleme treten in anderer Form auch bei der DCO auf, jedoch kommt uns das neue, manipulier- und editierbare, digitale Medium zu Gute! (Bei technischen Fragen oder Tipps, die ich für eine Weiterentwicklung geben kann, kann man mir gerne mailen: felix@digital-camera-obscura.info).

Wie aus der Formeltuerei hervorgeht, ist das Bild, welches gegenüber der Lochblende entsteht sehr lichtschwach, auf dem kopfstehend und spiegelverkehrt. Die Computersoftware (siehe Screenshot) verschafft Abhilfe und wandelt das Bild nach (meinen) Benutzerwünschen um, sodaß man das Abbild in Jetzt-Zeit auf den Laptop bekommt und weiterverarbeiten kann.


Screenshot



Ähnlich einer Camera Lucida deren Bild man nur bei ausreichender Abdunkelung der Umgebung beobachten kann, sieht man auf einem LapTop unter Sonneneinstrahlung herzlich wenig. Aus diesem Grund gehört zur Ausstattung der DCO ein passendes LapTop-Stativ mit Standfläche für Rechner und Kamera, sowie entsprechendem Lichtschutz, den sich der Fotograf über den Kopf ziehen kann.



Frontansicht / Aus der Sicht des Fotografierten.


Frontansicht / Die DCO mit Lochblende (kleiner Punkt in der Mitte).


Rückansicht / Einschalten des Systems.


Rückansicht / Bearbeitung der Bildeinstellungen.


Rückansicht / Blickfeld des Fotografen.